Windows schützen

Posted on Posted in Hacker News, Tutorial's

​Mit Bordmitteln, kostenlosen Tools und wenigen Handgriffen schützen Sie Windows vor Onlineangriffen. Auch die Datenschutz-Problematik von Windows 10 ist schnell entschärft.

Microsoft-Updates aktivieren Ein effektives und wichtiges Mittel zum Schutz des Systems vor Hacker-Angriffen sind die regelmäßigen Windows-Patches. Microsoft gibt sie üblicherweise stoßweise heraus, nämlich an jedem zweiten Dienstag des Monats (Patchday). Häufig befinden sich darunter Sicherheits-Updates, die kritische Schwachstellen schließen. Sorgen Sie dafür, dass Windows die Patches automatisch installiert. Sie finden die Einstellungen der Update- Funktion über eine Startmenü-Suche nach „Windows Update”. Bei Windows 10 müssen Sie anschließend noch „Erweiterte Optionen” öffnen. Die empfohlene Einstellung heißt „Updates automatisch installieren” oder unter Windows 10 schlicht „Automatisch”. Damit sich Windows Update auch um die Aktualisierung anderer Microsoft Software wie Office kümmert, aktivieren Sie den Punkt „Updates für andere Microsoft- Produkte bereitstellen, wenn ein Windows-Update ausgeführt wird”.

Software aktualisieren Sicherheitslücken können nicht nur in Windows selbst klaffen, sondern auch in den installierten Programmen. Der einfachste Weg, solche Sicherheitsrisiken auszuschalten, ist der Verzicht: Durchsuchen Sie die Liste installierter Anwendungen nach möglichen Streichkandidaten, die Sie ohnehin nicht mehr einsetzen und deinstallieren Sie diese über die Systemsteuerung. Sorgen Sie dafür, dass die übrigen Programme auf dem aktuellen Stand sind. Das gilt insbesondere für häufig attackierte Anwendungen wie Browser, Flash, Java, Office- Software und PDF-Viewer. Kostenlose Tools wie der Secunia Personal Software Inspector oder der FileHippo App Manager erleichtern die Wartung, indem sie einen Hinweis anzeigen, sobald Updates für auf dem System installierte Programme bereitstehen.

Datenschutz verbessern Windows 10 funkt standardmäßig allerhand Daten über Ihre Nutzungsgewohnheiten nach Hause. Zudem räumt Microsoft seinen Technikern das Recht ein, zu Diagnosezwecken auf den Rechner zuzugreifen und dort sogar Programme auszuführen. Einen wich- tigen Datenschutz-Stellhebel finden  Sie unter „Start/Einstellungen/Datenschutz/Feedback und Diagnose”. Ändern Sie die Übertragung von „Diagnose- und Nutzungsdaten” auf „Einfach”, um den Datenabfluss auf das Minimum zu reduzieren. Es gibt viele weitere Schalter, die dem Datenhunger von Microsoft Einhalt gebieten sollen. Aktiviert  man sie,  muss  man  allerdings  mit Komforteinbußen etwa beim Sprachassistenten Cortana rechnen Tools wie das kostenlose O&O ShutUp10 versammeln die im System verstreuten Schalter auf einer zentralen Oberfläche. Ferner sollten Sie sich gut überlegen, ob Sie in Windows integrierte Cloud-Speicher und den Mail-Service Outlook.com nutzen: Microsoft holt sich in seinen Datenschutzbestimmungen die Erlaubnis, die dort gespeicherten Daten auszuwerten auch zu Werbezwecken. Falls Sie OneDrive nutzen, sollten Sie über „Start/Einstellungen/System/Speicher” überprüfen, wo Windows neue Dateien bestimmter Typen ablegt. Wer den empfohlenen Einstellungen vertraut, speichert etwa neu angelegte Dokumente automatisch in die Cloud.

Virenschutz prüfen Nach wie vor gehört eine Antivirenschutz Software zur Security Grundausstattung eines jeden Computer’s. Sie müssen dafür nicht tief in die Taschen greifen, Microsoft bietet Ihr „Security Essentials” kostenlos an. Kaspersky Internet Security mit integrierten Webfiltern, Echtzeitschutz und vielen weiteren Optionen kann man ab 49.- im Jahr kaufen. Jede Software kann zum Testen für meistens 30 Tage beim Hersteller heruntergeladen werden. Nach dem Testzeitraum sollte man aber nicht vergessen die Lizenz zu kaufen damit die Viren-Signaturen immer auf dem neusten Stand sind. Um die Netzwerkkontrolle brauchen Sie sich bei den meisten Produkten auch nicht zu kümmern da diese meist im Paket mit einer einigermassen guten Grundeinstellung vorhanden und mitinstalliert wird. Aufgepasst zum Beispiel beim Microsoft Security Essentials ist keine zusätzliche Firewall dabei, bei dieser Variante sollte man die Windows eigene Firewall einschalten und solide konfigurieren.

Facebooktwittergoogle_plus