Facebook sicher einstellen

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Auf Ihr Facebook-Konto sollten Sie besonders gut aufpassen: Es enthält nicht nur private Informationen, sondern fungiert oft auch als Generalschlüssel für andere Web-Dienste. Die richtigen Einstellungen sichern Ihr Konto besser ab und sorgen für etwas mehr Privatsphäre im sozialen Netzwerk.

Zugriffsschutz verstärken Idealerweise sollten Sie Ihr Facebook-Kennwort nur dort verwenden. Als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme empfiehlt sich die Aktivierung der „Anmeldewarnungen”, die Sie in den Sicherheitseinstellungen von Facebook scharf stellen. Meldet sich jemand mit Ihren Login-Daten an und verwendet dabei einen bisher unbekannten Browser oder ein neues Gerät, erhalten Sie einen Hinweis per E-Mail und über die Facebook-App. Aktivieren Sie zusätzlich die „Anmeldebestätigungen”, dann ist beim Login mit neuen Geräten die Eingabe eines Sicherheitscodes notwendig. Diesen erzeugt die Facebook-App. In den Sicherheitseinstellungen führt Facebook über alle Zugriffe genau Protokoll. Unter „Von wo aus du dich anmeldest” sehen Sie, welche Geräte und Browser sich wann bei Facebook eingeloggt haben. Klicken Sie auf „Aktivität beenden”, um eine verdächtige Sitzung abzubrechen. Im Bereich „Apps” sehen Sie, bei welchen Apps und Websites Sie sich mit Facebook angemeldet haben. Mit einem Klick auf „Entfernen” entziehen Sie den Drittanbietern den Zugang zu Ihren Daten.

Notfall-Kontakte festlegen Bestimmen Sie in den Sicherheitseinstellungen drei bis fünf vertrauenswürdige Freunde. Falls Sie mal Ihr Passwort vergessen haben und keine Zurücksetzung möglich ist, helfen Ihnen diese Kontakte aus der Patsche. Im Falle eines Problems erhalten Sie eine URL, über die ausschließlich Ihre Freunde einen Sicherheitscode abrufen können. Der Code fungiert als Ihr Zweitschlüssel für Facebook.

Sichtbarkeit einschränken Vor Facebook selbst können Sie Ihre Daten nur durch Enthaltsamkeit verbergen. Sie können aber einiges dafür tun, dass nicht sämtliche Mitglieder alles sehen, was Sie veröffentlichen. Wenn Sie einen Beitrag schreiben, können Sie dessen Zielgruppe auf Ihre Freunde oder die Mitglieder einer Freundesliste eingrenzen. Facebook merkt sich diese Einstellung. Haben Sie also „öffentlich” ausgewählt, sollten Sie das berücksichtigen, wenn Sie später private Fotos hochladen. Eine Übersicht aller Beiträge und der eingestellten Zielgruppen listet das „Aktivitätsprotokoll” auf. Damit nicht jeder Beliebige Ihr Facebook Profil findet, können Sie es samt öffentlicher Einträge in den Einstellungen unter „Privatsphäre” vor Google & Co. verbergen. Unter „Wer kann nach mir suchen?” lässt sich zudem der Nutzerkreis einschränken, der Sie mit Ihrer E-Mail-Adresse und Telefonnummer aufstöbern kann.

Datenauswertung reduzieren Facebook finanziert sich durch Werbung die Mitglieder bezahlen den Service also nicht mit Geld, sondern mit ihren Daten. Um möglichst passende Reklame anzuzeigen, wertet das Netzwerk auch die Aktivitäten auf fremden Websites und in Apps aus. Das geschieht über Facebook-Dienste, die in Webseiten eingebunden sind. Damit das Unternehmen die gesammelten Informationen zumindest nicht direkt für Werbung auswertet, müssen Sie die Einstellung unter „Werbeanzeigen” ändern und die „interessenbasierte Online-Werbeanzeigen” abstellen. Welche Seiten Sie besuchen, erfährt Facebook aber weiterhin. Um das zu verhindern, können Sie das BrowserPlugin Ghostery einsetzen oder Facebook nur im Inkognito-Modus aufrufen und den Rest in normalen Tabs.

Nervensägen aussperren Wenn ein bestimmter Facebook Freund nur blöde Kommentare unter Ihre Beiträge postet, setzen Sie die Nervensäge auf die „eingeschränkte Liste”. Die verwalten Sie in den Einstellungen unter „Blockieren”. Alle hier gelisteten Kontakte sehen lediglich Ihre öffentlichen Beiträge, die sie auch kommentieren können. Die privaten Party-Schnappschüsse bleiben von doofen Anmerkungen verschont. Als drastischere Maßnahme können Sie nervige Facebook-Freunde mit einem Klick im Profil auch „entfreunden”. Um eine künftige Kontaktaufnahme zu verhindern, tippen Sie den Namen in das Feld unter „Personen blockieren”. Diese Person hat dann keine Einsicht in Ihre Chronik und sämtlichen Inhalte. Aber Achtung: Mit einem Zweitaccount kann sich die Nervensäge zumindest Ihre öffentlichen Einträge anschauen. Nervt Sie ein vergnügungssüchtiger Freund ständig mit Einladungen zu Events, unterbinden Sie auch das mit einem Listeneintrag: Fügen Sie den Namen bei „Veranstaltungseinladungen blockieren” hinzu. Schließlich ist es auf dem Sofa doch eh am bequemsten.

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