CeBIT: Ausweis mit integrierter Fingerabdruckprüfung

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Auf der CeBIT zeigt die Bundesdruckerei eine Ausweiskarte, die einen Fingerabdrucksensor und ein Display enthält, auf dem das Ergebnis der Abdruckprüfung angezeigt wird.

Der Ausweis überprüft den Fingerabdruck selbst und gibt das Ergebnis auf einem Display aus.

(Bild: heise online/Borchers)

 

Die Bundesdruckerei hat auf der CeBIT (Halle 7, C18) einen Ausweis mit integrierter Fingerabdruckprüfung vorgestellt. Die “Go ID!” genannte Karte enthält neben einem RFID-Chip auch einen Fingerabdrucksensor sowie ein kleines eInk-Display, auf dem die erfolgreiche Prüfung des Abdruckes angezeigt wird. Der Ausweis hat Scheckkartengröße, ist mit 2,5 Millimeter aber dicker als gängige Kredit- oder ID-Karten, die 0,76 Millimeter dünn sind.

Datenschutzfreundlich

Die neue Ausweiskarte ist datenschutzfreundlich angelegt: Der Fingerabdruck wird direkt im Ausweis geprüft, der nur die Meldung der erfolgreichen oder fehlgeschlagenen Prüfung ausgibt. Das Lesegerät braucht nicht um biometrische Komponenten erweitert zu werden. Kartenlesegerät und Ausweis kommunizieren nach dem neuen Standard ISO/IEC 18328 für Managed Devices mit einem umfangreichen Chipsatz. Das elektromagnetische Feld des Lesegräts liefert auch die nötige Energie für Sensor und Bedienungsdisplay der Karte.

Der “Go ID!”- Ausweis kann bei der Zugangskontrolle wie gewohnt an das Lesegerät gehalten werden. Für Zugang zu besonders gesicherten Anwendungen oder Gebäudebereichen wie beispielsweise einem Serverraum kann dann zusätzlich die Fingerabdrucksprüfung verlangt werden. Darüber hinaus kann der Ausweis auch für die sichere Verschlüsselung, die Speicherung einer elektronischen Signatur oder für Bezahlprozesse eingesetzt werden.

Bald mit Kamera?

Mit dem Ausweis bewegt sich die Bundesdruckerei weg vom alten Geschäft mit dem Drucken von Ausweisen, Pässen, Banknoten und Briefmarken. Man will sich als Anbieter und Berater von Zugangslösungen und der sicheren Prüfung von Identitäten neu positionieren, die dank “Verification on Card” datensparsam sind. Ein nächste Schritt könnte die Integration einer kleinen Kamera auf dem Ausweiskörper sein, mit der die biometrische Gesichtsprüfung auf den Ausweis wandern kann.

Quelle: heise.de

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